Lügenpresse!? Mehrheit der Deutschen hat kaum Vertrauen in die Medien

Laut einer Umfrage des Medienmagazins ZAPP glauben mehr als 50 Prozent der Deutschen den Medien nicht mehr.

Hat die Gesellschaft ihr Vertrauen in die Medien verloren?

Die Medien stehen seit Monaten am Pranger. Tausende Kommentare und Zuschriften fluten die Redaktionen in Deutschlands Medienhäusern. Eine Welle der Empörung bricht sich Bahn. Der Vorwurf: Eine einseitige und indifferenzierte Berichterstattung - vom Spiegel bis zur Bildzeitung herrscht oft der gleiche Tenor: antirussisch und pro-westlich. Immer häufiger hört man den Begriff "Lügenpresse". Viele machen Ihrem Ärger Luft, schreiben an die Redaktionen.

"Das Ausmaß (an Kritik) ist einfach so groß (...) wie wir es bisher noch nicht erlebt haben", so Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD Aktuell.

ZAPP wollte nun wissen was dran ist an diesem Vorwurf. Im Namen des Norddeutschen Rundfunks wurde eine Studie in Auftrag gegeben, die Resultate stimmen nachdenklich.

Der Studie zufolge haben nur 29% der Befragten großes oder sehr großes Vertrauen in die Medien. Insgesamt haben 54% der Deutschen wenig Vertrauen, 15% sagten, sie hätten gar kein Vertrauen mehr.

Beispiel Ukraine-Berichterstattung: Hier waren die Umfrage-Werte deutlich schlechter als bei anderen Themen. Ganze 63 % sagten, sie hätten wenig oder gar kein Vertrauen, nur 33% glauben den Medienberichten zur Ukrainekrise.

 

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screenfoto (c) youtube/3sat
Quelle: ZAPP/3sat