Buchcover "Ein Mord der keiner sein durfte - Der Fall Uwe Barschel und die Grenzen des Rechtsstaats " von Michael Buback
Der zweite Tod meines Vaters

30 Jahre nach der Ermordung seines Vaters durch die RAF erfährt Michael Buback, dass die offizielle Version des Tathergangs und der Tatbeteiligten nicht stimmt – nicht stimmen kann. Der Sohn des Generalbundesanwalts, der wie kein Zweiter im Glauben an Recht und Ordnung aufgewachsen ist, verliert das Vertrauen in den Rechtsstaat. Er beginnt selbst zu recherchieren und tritt damit eine Lawine los.

Rezensionen Amazon

"Die Entwicklung des Linksextremismus in Deutschland nach den sog. 68ern ist ein interessantes Thema. Auch nach über 30 Jahren gibt es immer wieder neue Veröffentlichungen. Von Aust bis Wisniewski. Journalisten, Täter, Therapeuten, ja auch Beamte aus dem Vollzug in Stammheim und des BKA haben sich schon in Buchform mit dem Thema auseinandergesetzt.
Die Opfer kamen allerdings bisher zu kurz. [...]

Buback's Fragen sind legitim. Sie sind wichtig für ihn als Mensch und wichtig für die Glaubwürdigkeit des Staates und seiner Justiz. Er hat lange Jahre an diesen Staat geglaubt. Das ist keine Naivität, wie einer der Rezensenten hier schreibt, sondern einfach der Glaube an das Gute. Der Glaube an das Recht und den Menschen in diesem Staat die es vertreten.

Doch die Fragen Buback's versickern, bleiben unbeantwortet. Er begibt sich auf die Suche, forscht nach, stößt auf Ungereimtheiten. Er wird abgewiesen und vertröstet. Er spricht mit Beteilligten, mit Tätern, mit Politikern. Dabei wird ihm zunehmend klar, daß das System dem er solange die Stange gehalten hat, die Wahrheit gar nicht interessiert. Täter werden nicht gesucht, sondern scheinbar noch gedeckt. Auch hier wird ihm in einer Rezension Selbstgerechtigkeit und Eitelkeit vorgeworfen. Und wieder ist es falsch, dem ist nicht so. Aus Bubacks Buch spricht die Enttäuschung gegenüber diesem Staat und seinen Beamten, dem Staat und seiner Justiz. Die Enttäuschung darüber, das sein Vater ein zweites Mal sterben musste.

Dabei wäre es so einfach Roß, Reiter und deren Motivation zu nennen.
Sowohl seitens der Täter wie auch des Systems."

geschrieben von tom (3. März 2009)

Über den Autor:

Michael Buback, geboren 1945, ist Professor für Technische und Makromolekulare Chemie an der Georg-August-Universität und Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften.


 

Ein Mord der keiner sein durfte - Der Fall Uwe Barschel und die Grenzen des Rechtsstaats

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. August 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426789000
  • ISBN-13: 978-3426789001
  • 12,99 EUR

 

 

Quelle: amazon.de