Ist es unchristlich Migranten abzuweisen, die straffällig geworden sind?

"Ist es unchristlich, Migranten abzuweisen, die straffällig geworden sind oder die kein Recht haben, in Deutschland zu bleiben?" Dieser Frage geht Matthias Pankau, Chefredakteur und Leiter der evangelischen Nachrichtenagentur idea nach. 

schaltflaeche_mehr-nachrichten.gif
mehr News

In der am vergangenen Mittwoch erschienenen Ausgabe von idea spektrum schreibt er: "Es gäbe viele Beispiele von gelungener Integration" und nennt das Beispiel einer aus Marokko geflohenen Familie. In den 1960er Jahren waren sie nach Deutschland gekommen. Die Mutter konnte weder lesen noch schreiben, der Vater verdiente erst als Boxer, dann als Fabrikarbeiter den Lebensunterhalt. Sie arbeiteten hart, die Kinder sollten es einmal besser haben. Ihr Sohn Jalid Sehouli studierte Medizin und ist heute Direktor der Klinik für Gynäkologie an der Berliner Charité. Er ist ein weltweit gefragter Spezialist auf dem Gebiet von Eierstock-, Bauchfell- und Eileiterkrebserkrankungen.  

Gewalttaten von Zuwanderen dürfen nicht verschwiegen werden

"Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass kaum eine Woche vergehe, in denen nicht eine neue Gewalttat von Zuwanderen irgendwo in Deutschland gemeldet wird", so Pankau. Er erinnert an die in München verletzte Notärztin, die im Einsatz von einem Migranten aus Eritrea mit einer Whiskyflasche angegriffen und schwere Verletzungen im Gesicht erlitten hatte. "Zwar gäbe es unter Deutschen auch Intensiv- und Wiederholungstäter, dies entschuldige aber nicht das Fehlverhalten von Menschen, die vorgeben in Deutschland Schutz zu suchen, sich aber nicht an die Gesetze hielten", so der Journalist. Hier sollte nach Ansicht Pankau's "der Staat eine Null-Toleranz-Politik ausüben, da sonst das Vertrauen der Bürger in das Machtmonopol des Staates schwinden würde." Es sei deshalb keinesfalls unchristlich, Migranten abzuweisen, die straffällig geworden sind oder die kein Bleiberecht haben. 

"Politiker leben in Parallelwelt" 

"Damit das Zusammenleben der Menschen nicht im Chaos versinke, gibt es Ordnungen, wie die Familie und den Staat." Aufgabe des Staates sei es, mit seiner Politik den Bürgern zu dienen. "Spitzenpolitiker, die in gepanzerten Limousinen mit abgedunkelten Scheiben chauffiert werden, würden oft in einer Parallelwelt leben", so Matthias Pankau weiter.

 

Diskutieren Sie mit uns auf Facebook:  https://www.facebook.com/XpressOnlineNews/

 

 

Quelle: idea spektrum