Kurz & knapp: Das haben Le Pen, Petry und Wilders in Koblenz gesagt

Vergangenen Samstag (21.01.2017) trafen sich die führenden rechtskonservativen Spitzenpolitiker zum Kongress „Europa der Nationen und der Freiheit“ (ENF) in Koblenz.

Wir haben die Reden mitverfolgt und die wichtigsten Aussagen von Marine Le Pen vom Front National (Frankreich), Frauke Petry von der AfD und Geert Wilders von der Partei für die Freiheit (Niederlande) zusammengefasst.

Marine Le Pen (Frankreich)

„Ich liebe Deutschland, weil es deutsch ist. Ich liebe Frankreich, weil es französisch ist. Ich liebe die Vielfalt der Kulturen. Der Euro verbindet uns nicht, er legt uns in Ketten.“

Mit Blick auf Europa sprach Le Pen „vom Ende einer Welt und der Geburt einer neuen - voller Hoffnung und vieler Möglichkeiten." Der Globalismus hätte versucht, die Nationalstaaten Europas zu beseitigen, dies wäre nun vorbei. Der erste Schlag gegen die alte, von den Völkern nicht legitimierte Ordnung sei der Brexit. Vom neu gewählten US-Präsidenten Donald J. Trump erhofft sie sich Rückendeckung: „Er wird kein System unterstützen, das die Völker Europas unterdrückt.“ 2017 wird laut Le Pen das Jahr sein, in dem die Völker Europas "erwachen" werden. Die Europäische Union hätte die Völker gegeneinander ausgespielt. Merkels Einwanderungspolitik nannte sie eine „alltägliche Katastrophe“. Es wäre nun an der Zeit, „dass die Völker die geraubte Freiheit wiedererlangen. Die komplette Rede finden Sie hier

 

Geert Wilders (Niederlande)

„Gestern ein neues Amerika - heute Koblenz und morgen ein neues Europa."

Nach Ansicht Wilders solle den Völkern ein „multikultureller Superstaat“ aufgezwungen werden. Es  brauche aber ein Europa der freien Völker mit „einem selbstbewussten und starken Deutschland“. Die AfD und alle neuen national-konservativen Parteien Europas müssten sich gegen ein „totalitäres und bedrohliches System“ stellen. Mit Blick auf die Bevölkerungsexplosion in Afrika mahnte er: „Jeder Dritte dort möchte auswandern. Wir müssen nicht nur unsere Identität, sondern auch unsere Kultur, unsere Werte und die Zukunft unserer Kinder vor einer Massenmigration schützen“. Millionen von Menschen unkontrolliert einwandern zu lassen, wäre eine „gefährliche Politik“. Die etablierten Parteien Europas wären „blind“ und würden eine Islamisierung Europas bewusst befördern. Immer mehr Menschen hätten Angst, ihre Meinung zu äußern. Wilders sieht für Europa einen „patriotischen Frühling“ gekommen. Jetzt sei die „Zeit für einen Wechsel“. 2017 sei das „Jahr der Befreiung und der friedlichen Revolution“. Die komplette Rede finden Sie hier

 

Frauke Petry (AfD/ Deutschland)

„Am Anfang haben die EU-Kommissare nur die Krümmung der Gurke normiert (vereinheitlicht), am Ende würden sie gern unsere Gedanken normieren. Aber nicht mit uns!“

Frauke Petry begann Ihre Rede mit einem Zitat des Publizisten Henrik M. Broder: „Die Europäische Union ist der massivste Versuch, einer Enddemokratisierung der Gesellschaft, seit dem Ende der Sowjetunion“, und hätte deshalb „keine Überlebenschance“. Sie erinnerte an die friedliche Revolution in Ostdeutschland (1989). Zwischen damals und heute sieht sie starke Parallelen. „Das Regime damals lähmte nicht nur die Eigeninitiative und verbot das freie Denken, es bespitzelte auch die Menschen und verhöhnte das Recht (...). Die damals führenden Vertreter dieser Ideologie (Kommunismus) verkündeten, nur sie allein besäßen das Mandat der Geschichte. Diejenigen, die sich damals dieser Ideologie verweigerten, sollten zu einem besseren Menschen umerzogen werden.“
    Petry warnte vor der „lähmenden Zentralmacht“ der EU, stattdessen brauche es wieder die Vielfalt der europäischen Völker mit nationalen Identitäten. Jetzt heiße es, Widerstand zu leisten, da die Zukunft der kommenden Generationen auf dem Spiel stehe. Die komplette Rede finden Sie hier

 

Quelle: RT, youtube, AfD-TV