Gutjahr gegen Wisnewski - Sieg für die Pressefreiheit

Bestsellerautor Gerhard Wisnewski hat vor Gericht in zweiter Instanz einen juristischen Sieg errungen. Richard Gutjahr, Journalist und Reporter des Bayerischen Rundfunks verlor den Prozess wegen angeblicher „Verdachtsberichterstattung“. Gutjahr hatte Wisnewski unter anderem auf 50.000 Euro Schadensersatz verklagt.

Worum ging es?

Der Journalist Richard Gutjahr, der für namhafte deutsche Zeitungen sowie für Das Erste tätig ist, war nach eigenen Angaben an zwei aufeinanderfolgenden Terroranschlägen in Nizza (Amokfahrt am 14.07.2016) und München (Anschlag auf das Olympia-Einkaufszentrum am 22.07.2016) zufällig als Augenzeuge vor Ort und hatte jeweils als Live-Reporter berichtet. Dieser Umstand hatte in den Alternativen Medien reichlich Spekulationen und Mutmaßungen hervorgerufen.  Der Investigativ-Journalist und Bestsellerautor Gerhard Wisnewski ("Verheimlicht-vertuscht-vergessen", "Verschlusssache Terror", "Das RAF-Phantom") hatte daraufhin eine ganze Reihe von schriftlichen Fragen in Bezug auf seine Anwesenheit an beiden Tatorten gestellt.

Unter anderem wollte er wissen, ob Gutjahr rein zufällig bei beiden Attentaten anwesend war oder ob er Vorwissen über die bevorstehenden Anschläge hatte. Zudem hatte Wisnewski gefragt, ob er Beziehungen zu Geheimdiensten unterhält und ob diese seiner Meinung nach an den Anschlägen in Nizza und München beteiligt waren.

Gutjahr gegen Wisnewski - Die Öffentlich-Rechtlichen gegen die Alternativmedien

„Das ist nicht nur ein Sieg für mich, sondern auch ein Sieg für die Pressefreiheit und für alle Journalisten“, sagte Wisnewski in einem Interview mit Hagen Grell. "Es ging um Fragen, die ich öffentlich an einen Journalisten-Kollegen gestellt hatte. Mir wurde von Richard Gutjahr zur Last gelegt, dass ich mit diesen Fragen einen Verdacht erweckt hätte, der in eine bestimmte Richtung gegangen sei. Dies wäre dann wiederum eine sogenannte Verdachtsberichterstattung gewesen und für diesen Verdacht hätte ich nicht genügend Beweise gehabt."

Das Urteil des Oberlandesgerichts Köln, das jetzt schriftlich vorliegt zeigt: Wisnewski's Berichterstattung erwies sich als rundum wasserdicht. Die Richter wiesen eine Klage auf Unterlassung gegen den Autor ab. 

"Wenn ich den Prozess verloren hätte, dann wäre es zukünftig sehr schwer geworden, kritische Fragen über eine Person zu stellen - was ja Aufgabe jedes Journalisten sein sollte. Damit wäre nicht nur die Pressefreiheit im Allgemeinen sondern auch das Aufklärungsinteresse bedroht. Das Gericht war der Auffassung, dass man Fragen frei von der Leber weg stellen können muss. Das ist eine Grundsäule unserer demokratischen Berichterstattung", so Wisnewski weiter.

Hass-Opfer Richard Gutjahr

Richard Gutjahr hingegen sieht sich nach einem Bericht der Abendzeitung München als Hass-Opfer von Spekulationen - vor allem aus Kreisen von sogenannten "Verschwörungstheoretikern". Er fühlt sich von den Sozialen Medien im Stich gelassen und hofft nun auf die Umsetzung des von Heiko Maas auf den Weg gebrachten NetzDG-Gesetzes. Nach dem Bericht der Abendzeitung würden ihm Menschen immer wieder unterstellen, Teil einer globalen Verschwörung zu sein, die die Terroranschläge nur inszeniert hätten.

Quelle: youtube/ Hagen Grell/ Wikipedia, wisnewski.ch, abendzeitung-muenchen.de
Gutjahr gegen Wisnewski - Sieg für die Pressefreiheit
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Gutjahr gegen Wisnewski - Sieg für die Pressefreiheit

Bestsellerautor Gerhard Wisnewski hat vor Gericht in zweiter Instanz einen juristischen Sieg errungen. Richard Gutjahr, Journalist und Reporter des Bayerischen Rundfunks verlor den Prozess wegen angeblicher „Verdachtsberichterstattung“. Gutjahr hatte Wisnewski unter anderem auf 50.000 Euro Schadensersatz verklagt.

Worum ging es?

Der Journalist Richard Gutjahr, der für namhafte deutsche Zeitungen sowie für Das Erste tätig ist, war nach eigenen Angaben an zwei aufeinanderfolgenden Terroranschlägen in Nizza (Amokfahrt am 14.07.2016) und München (Anschlag auf das Olympia-Einkaufszentrum am 22.07.2016) zufällig als Augenzeuge vor Ort und hatte jeweils als Live-Reporter berichtet. Dieser Umstand hatte in den Alternativen Medien reichlich Spekulationen und Mutmaßungen hervorgerufen.  Der Investigativ-Journalist und Bestsellerautor Gerhard Wisnewski ("Verheimlicht-vertuscht-vergessen", "Verschlusssache Terror", "Das RAF-Phantom") hatte daraufhin eine ganze Reihe von schriftlichen Fragen in Bezug auf seine Anwesenheit an beiden Tatorten gestellt.

Unter anderem wollte er wissen, ob Gutjahr rein zufällig bei beiden Attentaten anwesend war oder ob er Vorwissen über die bevorstehenden Anschläge hatte. Zudem hatte Wisnewski gefragt, ob er Beziehungen zu Geheimdiensten unterhält und ob diese seiner Meinung nach an den Anschlägen in Nizza und München beteiligt waren.

Gutjahr gegen Wisnewski - Die Öffentlich-Rechtlichen gegen die Alternativmedien

„Das ist nicht nur ein Sieg für mich, sondern auch ein Sieg für die Pressefreiheit und für alle Journalisten“, sagte Wisnewski in einem Interview mit Hagen Grell. "Es ging um Fragen, die ich öffentlich an einen Journalisten-Kollegen gestellt hatte. Mir wurde von Richard Gutjahr zur Last gelegt, dass ich mit diesen Fragen einen Verdacht erweckt hätte, der in eine bestimmte Richtung gegangen sei. Dies wäre dann wiederum eine sogenannte Verdachtsberichterstattung gewesen und für diesen Verdacht hätte ich nicht genügend Beweise gehabt."

Das Urteil des Oberlandesgerichts Köln, das jetzt schriftlich vorliegt zeigt: Wisnewski's Berichterstattung erwies sich als rundum wasserdicht. Die Richter wiesen eine Klage auf Unterlassung gegen den Autor ab. 

"Wenn ich den Prozess verloren hätte, dann wäre es zukünftig sehr schwer geworden, kritische Fragen über eine Person zu stellen - was ja Aufgabe jedes Journalisten sein sollte. Damit wäre nicht nur die Pressefreiheit im Allgemeinen sondern auch das Aufklärungsinteresse bedroht. Das Gericht war der Auffassung, dass man Fragen frei von der Leber weg stellen können muss. Das ist eine Grundsäule unserer demokratischen Berichterstattung", so Wisnewski weiter.

Hass-Opfer Richard Gutjahr

Richard Gutjahr hingegen sieht sich nach einem Bericht der Abendzeitung München als Hass-Opfer von Spekulationen - vor allem aus Kreisen von sogenannten "Verschwörungstheoretikern". Er fühlt sich von den Sozialen Medien im Stich gelassen und hofft nun auf die Umsetzung des von Heiko Maas auf den Weg gebrachten NetzDG-Gesetzes. Nach dem Bericht der Abendzeitung würden ihm Menschen immer wieder unterstellen, Teil einer globalen Verschwörung zu sein, die die Terroranschläge nur inszeniert hätten.

Quelle: youtube/ Hagen Grell/ Wikipedia, wisnewski.ch, abendzeitung-muenchen.de