Wahrheitsverpflichtung für alternative Medienmacher

Gräbt man sich durch die Weiten der "alternativen Nachrichten" auf YouTube, so stößt man auf einen YouTuber mit einer interessanten Idee. Nämlich: eine Wahrheitsverpflichtung für alternative Medienmacher, in der sich der Unterzeichner mit seiner Unterschrift an Eides statt versichert, keine Verbindungen zu bestimmten Gruppierungen und Geheimdiensten zu pflegen. Sollte dann später herauskommen, dass er gelogen hat, droht ihm eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 100.000 EUR.

Ein Kommentar von Hannes Holly

Der Kanal nennt sich „Kai aus Hannover“. Betrieben wird er von einem älteren Herrn mit russischem Akzent namens Kai Orak. Er ist der Auffassung, dass in der alternativen Szene oder besser gesagt in der Truther- beziehungsweise Wahrheitsbewegung 'gesteuerte' Akteure mitspielen könnten, die bloß den Anschein eines unabhängigen, freien und wahrheitsverpflichteten Journalisten erwecken, in Wirklichkeit aber "Systempropaganda" verbreiten.

Gegen dieses Problem wollen er und Martin Hylla mit Hilfe eines Vertrages, der zur Wahrheit und richtigen Aussagen verpflichtet, vorgehen. Man soll erklären, kein Mitarbeiter eines Geheimdienstes zu sein und auch keinen Kontakt zu offiziellen oder inoffiziellen Mitarbeitern eines solchen - insoweit dies einem bekannt ist - zu pflegen. Das Gleiche gilt für okkulte Logen, Sekten oder andere geheime Organisationen, wie zum Beispiel Scientology oder die Freimaurer. Verbindungen zu Bündnissen weltweit anerkannter Religionen wie zum Beispiel Kirchen, Moscheen oder Synagogen sind allerdings davon ausgenommen.

Kai Orak und Martin Hylla haben bereits mehrere Personen bewilligen können, diese Vereinbarung zu unterzeichnen. Datiert sind auf der Wikipedia-Seite der sogenannten „Orak und Hylla Deklaration“ bereits vier Personen darunter auch der bekannte Ökonom, ehemaliger Bundestagsabgeordnete und Bestseller-Autor Thorsten Schulte ("Kontrollverlust"). Weitere Anfragen wurden an Journalisten und Prominente geschickt, die diesen Vertrag allerdings noch nicht unterzeichnet haben, wie beispielsweise Dr. Daniele Ganser; Oliver Janich; Dirk Müller; Ken Jebsen oder Willy Wimmer. Es gibt aber auch Personen, die eine Unterzeichnung ablehnten. Für nähere Informationen schauen Sie einfach selbst auf der Wikipedia-Seite der Wahrheitserklärung nach: http://wahrheitsversicherung.de/index.php/Main_Page

Die Idee ist gut, Nachbesserungen aber wünschenswert

Dass einige Journalisten, YouTuber oder Prominente den Vertrag nicht unterzeichneten, muss nicht unbedingt darauf zurückzuführen sein, dass sie tatsächlich 'gesteuert' sind, sondern, dass sich der Vertrag als nicht sonderlich seriös beziehungsweise authentisch erweist. Wir als Redaktion empfehlen, den Vertrag noch einmal auf juristische Lücken zu prüfen, die Wikipedia-Seite seriöser zu gestalten und den Text zu überarbeiten. Auch sollte man, angesichts einer möglichen Finanzkrise, den Gegenwert der Sanktionen in etwas nicht so leicht zu inflationierendes wie Edelmetalle ändern. Vielleicht wäre es außerdem förderlicher, einen Verein mit erhöhter Popularität zu gründen, da dies die ein wenig mangelnde Authentizität stärkt. Ansonsten unterstützen wir das Vorhaben und wünschen Kai Orak und Martin Hylla alles Gute, da auch wir uns der Wahrheit verpflichtet fühlen, selbst wenn wir den Vertrag nicht unterzeichnet haben.

Wenn Sie mehr über den Vertrag wissen möchten, empfehlen wir ihnen das Video von Thorsten Schulte (Link unten), während er den Vertrag unterzeichnet:
https://youtu.be/BYtWIkXPA1s

 

 

Quelle: youtube, wahrheitsversicherung.de