Bayern: Wieder Kreuze in Ämtern und Schulen

Künftig sollen nicht mehr nur in Klassenzimmern, sondern auch in allen Behörden Bayerns Kreuze aufgehängt werden. Diese sollen gut sichtbar im Eingangsbereich angebracht werden. Das hat die bayerische Landesregierung beschlossen. 

"Wir wollen in Bayern ein Signal der Selbstvergewisserung und der Identität setzen. Wir wollen uns zu unserer christlich-abendländischen Prägung bekennen. Und damit ist für uns auch klar, dass wir nicht wie andere Kreuze abhängen sondern Kreuze aufhängen. [...] Wir wollen damit auch ein klares Signal setzen, wo dieser Freistaat herkommt", so der bayerischer Ministerpräsident Markus Söder.

Die Verordnung gilt für alle Behörden des Freistaats und tritt ab dem 1. Juni 2018 in Kraft. Für die Behörden der Kommunen und des Bundes Bayerns hat die Staatsregierung zwar keine Verfügungsgewalt, ihnen werde aber empfohlen "entsprechend zu verfahren". Kreuze könnten hier in Eigenregie angebracht werden. Bisher schrieb die Staatsregierung Kreuze nur für die Klassenzimmer der bayerischen Schulen und die Gerichtssäle vor.

Söder hängt geweihtes Kreuz auf

Markus Söder hängte anschließend in der Eingangshalle der Münchner Staatskanzlei ein mit Schnitzereien verziertes Holzkreuz auf, welches bis 2008 noch im Kabinettssaal hing und ein Geschenk des früheren Münchner Kardinals Friedrich Wetter ist.  

Quelle: SPIEGEL ONLINE/ WEB.de/ dpa/ youtube