Bestsellerautor Udo Ulfkotte gestorben

Der Journalist und Bestsellerautor („Gekaufte Journalisten“, „Vorsicht Bürgerkrieg“, „SOS Abendland“) ist am vergangenen Freitag (13.01.2017), nur wenige Tage vor seinem 57. Geburtstag an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben.

Knapp 20 Jahre war der promovierte Politikwissenschaftler als Journalist im Auslandsressort für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) tätig. Seit 2008 arbeitete er als freier Autor. Er unternahm zahlreiche Reisen in den Mittleren und Nahen Osten und galt als Kenner der Situation in den islamischen Regionen.

Ulfkotte veröffentlichte seine Bücher in einigen der renommiertesten Verlage Deutschlands, in den letzten Jahren allerdings ausschließlich im Kopp Verlag. Sein 2014 erschienenes Buch „Gekaufte Journalisten“ stand über ein Jahr auf der Spiegel-Bestseller-Liste und wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

Von Kritikern geschmäht von seinen Lesern bewundert

Er vertrat islamkritische Positionen und warnte immer wieder vor einer möglichen Islamisierung Deutschlands und Europas. Von Kritikern und Medien wurde Udo Ulfkotte, wie auch andere unbequeme Autoren, als rechtspopulistisch gebrandmarkt. Auch die Online-Enzyklopädie Wikipedia unterstellt ihm islam- und ausländerfeindliche sowie verschwörungsideologische Positionen.

Ulfkotte betrieb privat einen landwirtschaftlichen Hof im Westerwald, ca. 100 Kilometer südöstlich von Köln. Er lebte schon seit einigen Jahren mit starken gesundheitlichen Einschränkungen. In einem Interview (Link unten) mit Ken Jebsen (KenFM) gab er an, bereits drei Herzinfarkte und eine Krebserkrankung überstanden zu haben.

Mit Dr. Udo Ulfkotte verliert Deutschland einen unbequemen und kritischen Journalisten.

Udo Ulfkotte im Interview mit Ken Jebsen (KenFM) zu seinem Buch "Gekaufte Journalisten".  Foto (c) youtube
Quelle: youtube/Spiegel Online/ Kopp Verlag