Hello Barbie - Der rosa Spion im Kinderzimmer

Ab Herbst diesen Jahres will der amerikanische Spielwarenhersteller Matell eine Barbie auf den Markt bringen, die mit Kindern sprechen kann. Die „Hello  Barbie“ kann aber vor allem eines: gut zuhören. Die aufgezeichneten Gespräche aus dem Kindernzimmer werden über eine Spracherkennungssoftware Wort für Wort per WLAN in einer Cloud gespeichert. Die Audiodateien sollen dann wöchentlich an die Eltern versendet werden. Allerdings könnten diese sensiblen Daten auch Ziel von Hackern oder sammelwütigen Sicherheitsbehörden werden.

Bei aller Kritik an der Barbie-Spionin weist das Unternehmen umso stärker auf den vertraulichen Umgang mit persönlichen Informationen hin: „Mattel ist Datensicherheit wichtig und die Hello Barbie genügt allen einschlägigen gesetzlichen Vorschriften wie dem Gesetz zum Schutz der Privatsphäre von Kindern im Internet“, sagte eine Unternehmenssprecherin. Inzwischen hat Mattel den „Big Brother Award“, verliehen bekommen. In der Jury-Begründung sagt Linus Neumann vom Chaos Computer Club: „Als informierte und mündige Bürger brauchen wir eine Sensibilität dafür, welche Daten wir in wessen Hände geben, und was damit angestellt wird. Wir müssen den schmalen Grat finden zwischen einer goldenen Zukunft des Fortschritts – und der Unterwerfung unseres Zusammenlebens unter die gewinnorientierten Interessen einiger weniger großer Konzerne.“

Quelle: Matell, medienmagazin pro