Zwischen Stasiknast und Spreewaldgurken

Lebendig, interaktiv und mitreißend präsentiert das DDR-Museum den Alltag in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Hautnah wird das damalige Leben mit all seinen Facetten vermittelt – FDJ, Stasi, Trabant, Plattenbau und vieles mehr. Den Besucher erwartet eine außergewöhnliche Reise in die sozialistische Vergangenheit: Platznehmen im Trabi, Lipsi tanzen oder in den Schränken eines authentischen Plattenbauwohnzimmers stöbern – das Anfassen der Exponate ist hier ausdrücklich erwünscht!

Geschichte zum Anfassen

Eine Wohnung im Kleinformat - Das Modell einer DDR-Plattenbauwohnung. Foto (c) DDR-Museum

 

Die Berliner Mauer mit Grenzstreifen im Miniaturformat. Foto (c) DDR-Museum

Einzigartig und interaktiv

Hier gibt es keine klassischen  Vitrinen, sondern man  muss aktiv teilnehmen, mitmachen und ausprobieren um die Ausstellung wahrzunehmen. Die Ausstelluungsstücke  können angefasst werden, Objekte benutzt, Klappen geöffnet und Schubladen aufgezogen werden… Erlebtes wird so lebendig, interaktiv und einprägsam vermittelt. Es wartet eine spannende Zeitreise in die sozialistische Vergangenheit, auf der es gilt, in das Leben in der DDR einzutauchen. Das eigene Wissen wird erweitert, Klischees überdacht und Geschichte hautnah erlebtdas ist Geschichte zum Anfassen.

Das Plattenbauwohnzimmer in der Ausstellung. Damals typisch: die sogenannte „Durchreiche“ (links im Bild). Foto (c) DDR Museum

Als einziges Museum zeigt das DDR-Museum Berlin das Leben in der DDR und damit das Leben in einer Diktatur. 16 Millionen DDR-Bürger haben aber nicht nur zwischen Knast und Spreewaldgurken gelebt, sondern sich Freiräume geschaffen und in verschiedensten Situationen arrangiert – sie haben gelebt.

Neben einer Gefängniszelle findet sich auch die Nachbildung eines Stasi-Verhörraums. Foto (c) DDR Museum
Besonderes Highlight ist eine virtuelle Rundfahrt im Trabant P 601. Foto (c) DDR Museum

Das DDR-Museum wurde am 14. Juli 2006 vom damaligen Kultursenator und dem Bürgermeister feierlich eröffnet. Seit dem 15. Juli 2006 steht es der Öffentlichkeit offen. Im September diesen Jahres wurde der 4 millionste Besucher begrüßt.
Auf einer Fläche von 1.000 m2  kann man mehr als 210.000 Objekte bestaunen. Der überwiegende Teil der Ausstellungsstücke stammt aus privaten Haushalten.

Unser Fazit

Eine Reise nach Berlin lohnt sich immer, das DDR-Museum in der Karl-Liebknecht-Straße (gegenüber dem Berliner Dom) macht sie noch interessanter.

Geschichte zum Anfassen auf einer Fläche von 1.000 m2
DDR Museum
Karl-Liebknecht-Str. 1
direkt an der Spree,
gegenüber dem Berliner Dom
10178 Berlin

Quelle: DDR Museum Berlin